Stadtklimaanalyse und Stadtklimakonzept

Ausschnitt aus Stadtplan mit erkennbaren Wärmeinseln

Die Stadtklimaanalyse zeigt heutige und künftige Wärmeinseln, kühlende Grünräume und wichtige Durchlüftungsbahnen auf.

Stadtklimakarten

Mit dem Klimawandel wird es in urbanen Gebieten zunehmend heisser. Gebäude und versiegelte Bodenflächen verändern durch Abstrahlung von Wärme das städtische Klima. Auswirkungen sind sogenannte städtische Wärmeinseln und eine verminderte Durchlüftung, welche die Luftqualität negativ beeinflusst. Mit dem Klimawandel verstärken sich diese Effekte: Hitzeperioden werden häufiger, länger und heisser auftreten. Dies führt - ohne Anpassungsmassnahmen - zu einer spürbaren Verminderung der Aufenthalts- und Lebensqualität in der Stadt Basel.

Vor diesem Hintergrund wurde die stadtklimatische Situation heute und in Zukunft modelliert. Die Stadtklimakarten zeigen auf detaillierter Massstabsebene, wo heutige und zukünftige Hitzeinseln liegen und wo sich wichtige Durchlüftungsbahnen befinden. Zudem wird auch sichtbar, welche Stadtstrukturen eher abschwächend oder welche verstärkend auf die Wärmebelastung wirken: So weisen überbaute Flächen einen Mangel an Durchlüftung auf und werden nicht nennenswert von nächtlicher Kaltluft durchströmt. Das liegt daran, dass die hohe Bebauungsdichte die Kaltluftströmung abschwächt. Tagsüber ist eine starke Wärmebelastung über den stark versiegelten Strassen und Plätzen, Gleisanlagen sowie Gewerbeflächen anzutreffen.

Da ausgeprägte Hitzewellen künftig vermehrt auftreten werden, müssen klimatische Aspekte stärker in der Stadtplanung berücksichtigt werden. Unter der Federführung des Bau- und Verkehrsdepartements wird bis Ende 2020 ein Stadtklimakonzept erarbeitet. Das Stadtklimakonzept soll räumlich konkrete Massnahmen vorschlagen, um klimatisch wichtige Funktionen zu verbessern oder zu erhalten.