Baumaterialien für Städte im Klimawandel

Schweizer Landkarte als Symbolbild

Im Rahmen eines Pilotprogrammes des Bundes wird ein Online-Katalog mit Empfehlungen erstellt.

Welche Baumaterialien vermindern den Wärmeinseleffekt?

In Städten verursachen der hohe Versiegelungsgrad sowie die grossen Baumassen den Wärmeinseleffekt. Neben der Siedlungsstruktur (Gebäudehöhen, Strassenschluchten) sind die üblicherweise verwendeten Baumaterialien – wie etwa Asphalt, dunkler Stein oder Beton – massgeblich für die hohen Temperaturen verantwortlich. Mit geeigneten Baumaterialien könnte der Effekt reduziert werden. Bei Neubauten ist dies einfacher möglich als bei Sanierungen, wo die Eingriffsmöglichkeiten beschränkt sind. Bislang gibt es keinen Materialkatalog, der Baustoffe und Materialkombinationen hinsichtlich des städtischen Wärmeinseleffektes bewertet und darüber hinaus Kriterien wie Akustik (Klangraumgestaltung), Blendfreiheit, Nachrüstbarkeit bei bestehenden Gebäuden und Ökobilanz (Umweltbelastungspunkte, UBP) berücksichtigt. Um Hitzeinseln im Siedlungsgebiet zu mildern, wäre ein multifunktionaler Bewertungsansatz als Entscheidungsgrundlage für Planer, Bauherren, Projektträger und Gemeinden hilfreich und notwendig. Dieses Projekt will eine solche Grundlage schaffen.

Im Rahmen eines Pilotprogrammes des Bundes bewertet das Institut Energie am Bau der FHNW Baumaterialien und Materialkombinationen und erstellt einen Online-Katalog mit Empfehlungen.

Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Meteorologie, Klimatologie und Fernerkundung der Universität Basel, Baugenossenschaft wohnen & mehr sowie Amt für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Stadt und in Begleitung des Bundesamts für Wohnungswesen.