Energieeffiziente Gebäude der öffentlichen Hand

Schulhaus

Für Gebäude im Verwaltungs- und Finanzvermögen gelten höhere Standards als für Gebäude von Privaten.

Vorbildfunktion öffentliche Hand

Der Regierungsrat legte im Dezember 2008 im Rahmen des Ratschlags «Klimaneutrale Verwaltung:» erhöhte energetische Standards für Gebäude im Verwaltungsvermögen fest. Diese gelten seit 1.1.2009. Generell müssen Neubauten im Verwaltungsvermögen Minergie-P oder einen vergleichbaren Gebäudestandard erreichen. Bei Gebäudesanierungen muss der Standard Minergie-Modernisierung eingehalten werden. Darüber hinaus wurden strengere Standards für die Beleuchtung und Haustechnikanlagen definiert.

Mit dem revidierten Energiegesetz wurden die Vorgaben, die bereits für Gebäude im Verwaltungsvermögen gelten, auf Gebäude im Finanzvermögen ausgeweitet: Bei kantonalen Bauten soll die Wärmeversorgung bis 2050 zu 95 Prozent ohne fossile Brennstoffe realisiert und der Gesamtenergieverbrauch bis 2030 mit Effizienzmassnahmen um 10 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 gesenkt werden. Zudem sollen fossile Heizungssysteme in Gebäuden des Verwaltungsvermögens gemäss Energieverordnung bis 2030 durch erneuerbare Systeme oder Fernwärme ersetzt werden.

Umsetzungsstand

Höhere Standards für Gebäude im Verwaltungsvermögen seit 2009, seit Oktober 2017 zusätzlich für Gebäude im Finanzvermögen. Die «Vorbildfunktion öffentliche Hand» ist seit 1. Oktober 2017 gesetzlich verankert.

Wirkung

Der Energieverbrauch kann bis 2030 mit Effizienzmassnahmen um 10 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 gesenkt werden. Bei einer Energiebezugsfläche von 1.1 Mio. m2 und einem Wärmeverbrauch von 122 GWh der Gebäude im Verwaltungsvermögen (2016) bedeutet dies einen Einsatz von 116 GWh erneuerbarer Wärme im Jahr 2050. Bei einem Gesamtenergieverbrauch der Gebäude im Verwaltungsvermögen im Jahr 2010 von 303 GWh entspricht dies einer Energiereduktion von 30 GWh im Jahr 2050. Zahlen zum Finanzvermögen liegen nicht vor, da sie erst noch erhoben werden müssen.