Langfristige Energieplanung

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Der Energierichtplan sichert langfristig eine optimierte – das heisst möglichst effiziente und CO2-freie – Energieversorgung des Kantons.

Kantonale Energieplanung

Um die Verfügbarkeit von klimaneutralen Energiequellen im Kanton zu kennzeichnen, ist der Kanton laut kantonalem Energiegesetz dazu verpflichtet, einen Energierichtplan zu erstellen.

Genau wie der Kantonale Richtplan ist der Teilrichtplan Energie Basel-Stadt (kurz: Energierichtplan) ein strategisches Instrument, welches die Behörden als Entscheidungsgrundlage nutzen, um die Vorgaben der kantonalen und eidgenössischen Politik koordiniert und konsequent umzusetzen.

Der Energierichtplan hält die aktuelle Energieversorgungssituation im Kanton Basel-Stadt fest und zeigt auf, mit welchen Massnahmen in Zukunft Angebot und Nachfrage an Wärme und Kälte pro Gebiet so erneuerbar, wirtschaftlich, energie- und ressourceneffizient wie möglich bereitgestellt und genutzt werden können. Er verschafft einen Überblick darüber, in welchen Gebieten welche örtlich gebundenen erneuerbaren Energieträger wie Fernwärme, Grundwasser oder Erdwärme vorzugsweise zu nutzen sind. Diese Priorisierungen sind in sogenannten Massnahmenblättern dargestellt.

Der Energierichtplan ist ein behördenverbindliches Planungsinstrument. Das heisst, der Plan macht keine Vorschriften, die zwingend einzuhalten sind. Umgekehrt sind aus dem Plan auch keine Rechtsansprüche etwa für einen Fernwärmeanschluss abzuleiten. In der Praxis heisst das: Jeder Heizungsersatz ist nach ökonomischen und ökologischen Kriterien einzeln zu beurteilen.

Umsetzungsstand

Gesetzlich vorgeschrieben seit Oktober 2017; vom Regierungsrat festgesetzt im März 2020.

Wirkung

Der Energierichtplan sichert langfristig eine optimierte – das heisst möglichst effiziente und CO2-freie – Energieversorgung des Kantons. Zur Optimierung gehört auch die Vermeidung von Doppelspurigkeiten bei der Versorgung mit Energie.