Zielerreichung

Stadtansicht Basel

Die bisherige Entwicklung der CO2-Emissionen (1990 – 2016) und die Energieverbrauchszahlen (1995 – 2016) zeigen einen positiven Trend in Richtung Zielerreichung.

Die CO2-Emissionen sanken zwischen den Jahren 1990 und 2016 kontinuierlich. Das Zwischenziel gemäss kantonalem Energiegesetz für 2020 von 3.8 Tonnen pro Einwohner/in wurde bereits erreicht (2016 3.7 Tonnen pro Person).

Die CO2-Emissionsreduktion seit 1990 ist mit einer Abnahme von rund 34 Prozent pro Einwohner/in beträchtlich. Trotzdem wird es anspruchsvoll sein, das Ziel einer Tonne CO2 pro Einwohner/in und Jahr bis 2050 zu erreichen, da der Absenkpfad in diesem Ausmass nicht ohne weiteres fortgesetzt werden kann.

Im Kanton Basel-Stadt hat der Sektor Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen bereits Erfolge erzielt. Der Energieverbrauch konnte zwischen den Jahren 2010 und 2016 um 22 Prozent reduziert werden.

Im Bereich Wohnen korrelierte der Energieverbrauch in den Jahren 2010 bis 2016 weiterhin stark mit der Witterung. Das deutet darauf hin, dass bisher nur geringfügig Effizienzmassnahmen zur Energieverbrauchsreduktion umgesetzt wurden.

Im Bereich Mobilität wurden seit dem Jahr 2010 kaum Verbesserungen erreicht. Zwar hat sich die Motorentechnik in den letzten Jahren verbessert. Der Trend hin zu grösseren und damit energieintensiveren Autos im MIV sowie die Zunahme der gefahrenen Fahrzeugkilometer haben den Fortschritt jedoch beinahe ausgeglichen.

Graue Energie

Die Schweiz ist keine Insel, und schon gar nicht der Kanton Basel-Stadt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auch global in allen Bereichen das Bewusstsein für den Klimawandel und die Notwendigkeit zur Treibhausgasreduktion zunimmt. Weltweit gilt es, die Material- und Finanzflüsse sowie das Ressourcenmanagement klimaverträglich auszurichten. Dazu gehört weit mehr, als den Energieverbrauch für Wohnen, Industrie und Mobilität nach dem Territorialprinzip von fiktiven Grenzen zu senken. Import, Export und Finanzmarkt gehören genauso dazu wie Logistik und globale Mobilität. In diesem Sinne gilt es auch, die CO2-Emissionen aus grauer Energie soweit wie möglich zu senken und Anreize für ein nachhaltiges, klimaverträgliches Konsumverhalten zu schaffen.

Lokales Handeln ist wichtig

Ende 2018 wurde an der 24. Klimakonferenz in Katowice festgelegt, welche Informationen es braucht, damit nationale Reduktionsziele quantifizierbar, nachvollziehbar und klar sind. Zudem wurden einheitliche Regeln für die Berechnung der Emissionen und der erzielten Emissionsverminderungen beschlossen.

Bis entsprechende Massnahmen in allen Bereichen umgesetzt werden und ein komplettes Umdenken sowie ein Systemwechsel hin zu einer Dekarbonisierung erreicht werden, steht noch ein weiter Weg bevor. Gerade deshalb müssen Industrieländer ihre Vorreiterrolle wahrnehmen.

In der Schweiz liegt die Umsetzung des ratifizierten Pariser Abkommens nun in den Händen des Ständerates, nachdem der Nationalrat im Dezember 2018 den Entwurf zum neuen CO2-Gesetz abgelehnt hat. Umso wichtiger sind somit Massnahmen auf Ebene Kanton oder Gemeinde.