Handlungspotenzial

Stadtansicht Basel

Der Energieverbrauch im Kanton Basel-Stadt ist mit 46 Prozent im Bereich Industrie, Gewerbe und Dienstleistung am grössten. 35 Prozent fallen auf den Bereich Wohnen und 19 Prozent auf die Mobilität.

Wohnen

Im Gebäudebereich wurden bereits viele Massnahmen getroffen. Dennoch verbleibt ein grosses Handlungspotenzial, da rund 90 Prozent des Gebäudebestandes im Kanton Basel-Stadt energetisch sanierungsbedürftig ist. Die Sanierungsrate lag bisher bei rund einem Prozent pro Jahr. Im Rahmen des neuen Energiegesetzes konzentrieren sich die Sanierungsziele mehrheitlich auf den Bereich Haustechnik mit erneuerbaren Energien (Raumwärme und Warmwasser) und nicht mehr wie früher nur auf die Verbesserung der Gebäudehülle. Das Ziel einer Dekarbonisierung steht im Vordergrund.

Industrie, Gewerbe und Dienstleistung

Im Bereich Industrie, Gewerbe und Dienstleistung kommen zum Gebäudeenergieverbrauch Prozessenergie und ein – im Vergleich zum Wohnbereich – vergleichsweise hoher Stromverbrauch hinzu. Mit Effizienzmassnahmen kann in diesem Bereich die grösste CO2-Reduktion erzielt werden. Strom von IWB ist allerdings bereits erneuerbar. Zudem besteht seit dem 1. Oktober 2017 die Pflicht, im liberalisierten Strommarkt erneuerbaren Strom zu kaufen.

Mobilität

Auch im Bereich Mobilität besteht grosses Handlungspotenzial. Neben dem Ausbau erneuerbarer Antriebsysteme im öffentlichen Verkehr sowie im MIV (E-Mobilität, Einsatz von Biogas) gilt es auch, die Effizienz der Motorentechnik zu verbessern. Zudem sollen generell die gefahrenen Fahrzeugkilometer, insbesondere des MIV, reduziert werden.