Aktueller Stand

Stadtansicht Basel

Die CO2-Emissionen nehmen ab und der Anteil der erneuerbaren Energie nimmt zu. Dennoch bleibt viel zu tun, um die Dekarbonisierung gezielt voranzutreiben.

CO2-Emissionen

Aktueller Stand

Im Jahr 2018 lagen die CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern im Kanton Basel-Stadt bei 3.5 Tonnen pro Einwohner/in. Im Jahr 2010 waren es noch 4.7 Tonnen.

Ziel

Die Zwischenziele laut Energiegesetz lauten 3.8 Tonnen pro Einwohner/in und Jahr bis 2020 und 2.3 Tonnen pro Einwohner/in bis 2035. Das langfristige Ziel für 2050 liegt bei einer Tonne CO2 pro Einwohner/in und Jahr. Das Ziel für 2020 wurde somit erreicht und auch das Zwischenziel für 2035 wird mit den geplanten und bereits umgesetzten Massnahmen voraussichtlich erreicht. Aufgrund neuer Erkenntnisse aus dem Weltklimarat ist der Zielwert von 1 Tonne CO2 pro Person und Jahr im 2050 jedoch überholt. Der Bundesrat hat daher sein Ziel von minus 70-85% der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 korrigiert (entspricht ca. 1 Tonne pro Person und Jahr). Neu soll bis 2050 die Klimaneutralität, d.h. Netto-Null zu erreicht werden. Entsprechend wird der Zielwert des kantonalen Energiegesetzes ebenfalls verschärft.

Mit der alle zwei Jahre erscheinenden kantonalen Energiestatistik werden der künftige Energieverbrauch, der Anteil erneuerbarer Energie sowie die Entwicklung der CO2-Emissionen überwacht.

Schrittweise Reduktion der CO2-Emissionen bis 2050

Grafik CO2-Emissionen
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CO2-Ausstoss pro Einwohner/in

Zwischenziele in Tonnen pro Einwohner/in:

  • 3.8 Tonnen pro Einwohner/in bis 2020
  • 2.3 Tonnen pro Einwohner/in bis 2035
  • 1 Tonne pro Einwohner/in bis 2050 (wird verschärft)
Grafik CO2-Emissionen
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CO2-Ausstoss im Kanton Basel-Stadt

Zwischenziele in Prozent für den Kanton Basel-Stadt:

  • minus 20 Prozent bis 2020
  • minus 50 Prozent bis 2035
  • minus 80 Prozent bis 2050 gegenüber 2010

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Erneuerbare Energieversorgung

Aktueller Stand

Im Jahr 2018 betrug der Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoenergieverbrauch rund 40 Prozent.

Ziel

Das Ziel liegt bei einem Anteil von 90 Prozent erneuerbarer Energie bis 2050 gemäss kantonalem Energiegesetz. Allerdings muss aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 erreicht werden, um drastische Folgen des Klimawandels zu verhindern. Entsprechend hat auch der Bundesrat das Ziel auf Netto-Null im Jahr 2050 korrigiert. Der Einsatz fossiler Energien ist ab dem Jahr 2050 nur noch in Ausnahmefällen für technisch nicht substituierbare Anwendungen möglich. Verbleibende CO2-Emissionen müssen durch Treibhausgassenken dauerhaft ausgeglichen werden. Der Zielwert der kantonalen Energieverordnung wird entsprechend angepasst.

Schrittweise Zunahme der erneuerbaren Energie bis 2050

Grafik Zunahme erneuerbare Energieversorgung
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Anteil erneuerbar und fossil am Bruttoenergieverbrauch

Die Zwischenziele für den Ausbau erneuerbarer Energien lauten gemäss der aktuellen kantonalen Energieverordnung wie folgt, unter Berücksichtigung des Ziels der Energieeffizienzsteigerung gemäss Energiestrategie 2050 des Bundes:

  • 50 Prozent erneuerbar bis 2020
  • 70 Prozent erneuerbar bis 2035
  • 90 Prozent erneuerbar bis 2050

Im Jahr 2018 besteht gegenüber dem Zielzustand 2020 ein Defizit für erneuerbare Energien von rund 385 GWh Wärme und ein Defizit an Effizienzsteigerung von rund 165 GWh. Aufgrund der Pflicht, bei einem Heizungsersatz auf erneuerbare Energien umzusteigen, sowie der Pflicht für Grossverbraucher, ihren Energieverbrauch zu analysieren und eine Zielvereinbarung über den Absenkpfad mit den Kanton zu definieren, ist eine weitere Effizienzsteigerung, respektive Zunahme des erneuerbaren Energieanteils zu erwarten. Ebenfalls wird die Fernwärme ihren erneuerbaren Anteil erhöhen, damit der Zielwert von 80% möglichst rasch erreicht werden kann. Auch im Bereich der kantonalen Bauten werden Massnahmen zur Energieverbrauchsreduktion und zur Erhöhung des erneuerbaren Anteils getroffen.

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Vorbildfunktion öffentliche Hand

Aktueller Stand

Bereits seit 2009 bestehen erhöhte energetische Anforderungen an die Gebäude im Verwaltungsvermögen. Für Sanierungen gelten Minergie- oder vergleichbare Standards. Bei Neubauten ist im Wärmeschutz Minergie-P zu erreichen. Ebenfalls werden fossile Energieträger sukzessive durch erneuerbare Energien ersetzt. Darüber hinaus gelten strengere Standards für die Beleuchtung und Haustechnikanlagen. Seit 2015 wird zudem der Gasverbrauch mit Biogaszertifikaten aufgewertet respektive Biogas gekauft.

Ziel

Mit der Revision des Energiegesetzes wurde das Ziel, die Wärmeversorgung zu 95 Prozent ohne fossile Brennstoffe bereitzustellen sowie den Gesamtenergieverbrauch bis 2030 um 10 Prozent gegenüber 2010 zu senken, festgeschrieben. Ausserdem wurden die Vorgaben für Bauten im Verwaltungsvermögen zusätzlich auf Bauten im Finanzvermögen des Kantons Basel-Stadt erweitert. Quantitative Angaben zum aktuellen energetischen Zustand der Gebäude sind wegen der mangelnden Datengrundlage heute noch nicht möglich. Die Datenerhebung, insbesondere für die Bauten im Finanzvermögen, muss noch aufgebaut werden.