Fernwärme

Kamine der Fernwärme

Der Verbrauch an Fernwärme geht tendenziell zurück. Der Anteil CO2-neutraler Quellen in der Fernwärme wird grösser.

Grafik Heizgradtage
Bild vergrössert anzeigen
Heizgradtage der Jahre 1983 bis 2016

Die Heizgradtage nehmen tendenziell ab. Bereits in der Zeitspanne 1990 bis 2016 ist ein abnehmender Trend erkennbar.

Grafik Fernwärmeanteil
Bild vergrössert anzeigen
Wärmeversorgung mit Fernwärme und andere Wärmeerzeugung im Jahr 2016

Das Fernwärmenetz von IWB deckt 54 Prozent des gesamten Wärmeverbrauchs im Kanton Basel-Stadt. Der prozentuale Anteil CO2-neutraler Quellen im Fernwärmenetz beträgt heute rund 60 Prozent (Stand 2016).

Grafik Quellen der Fernwärme
Bild vergrössert anzeigen
Energieeinsatz in der Fernwärme für die Erzeugung der Wärme
  • Bezug von ausserhalb Basel-Stadt entspricht dem Fernwärmebezug des Quartierwärmeverbunds St. Jakob im Kanton Basel-Landschaft, welcher Abwärme aus der ARA Birs verwendet.
  • Abgabe nach ausserhalb Basel-Stadt beinhaltet die Fernwärmeabgabe an den Kanton Basel-Landschaft (Dreispitz und Kantonsspital Bruderholz) sowie an Stetten (Deutschland).

Mildere Winter - weniger Wärmebedarf

Fernwärme wird durch die thermische Verwertung von Kehricht und den Einsatz von Erdgas (fossil) sowie Holz und Umweltwärme erzeugt.

Wegen der milderen Witterung ging der Fernwärmeverbrauch zwischen den Jahren 2010 und 2014 um 18 Prozent zurück. Im Jahr 2016 lag der Verbrauch wegen der verhältnismässig kalten Witterung jedoch um 14 Prozent höher als 2014. Der Einsatz von Erdgas und Heizöl konnte dennoch zwischen den Jahren 2010 und 2016 um 29 respektive 4 Prozent reduziert und durch Holz (plus 47 Prozent), Umweltwärme (plus 109 Prozent) und Abwärme (plus 21 Prozent) ersetzt werden. Die Zunahme bei der Umweltwärme ist auf zusätzliche Wärmebezüger aus dem Wärmeverbund Riehen AG (Tiefenaquifer) zurückzuführen (plus 3’500 Haushalte). Der Einsatz von Kehricht nahm leicht zu.

CO2-neutraler Anteil in der Fernwärme wird grösser

Mit dem Bau eines zweiten HKW, der Inbetriebnahme des neuen Wärmespeichers im Heizwerk Dolder, dem Bau einer Wärmerückgewinnungsanlage für die Anlagen KVA und HKW I und II sowie weiterer Massnahmen soll der CO2-neutrale Anteil der Fernwärme bis 2020 auf 80 Prozent erhöht werden. Diese Vorgabe ist im kantonalen Energiegesetz entsprechend verankert.