Energieverbrauch

Münsterhügel im Winter

Der Energieverbrauch im Kanton Basel-Stadt nimmt in den Bereichen Wohnen und Gewerbe ab, aber nicht in der Mobilität.

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Energieverbrauch pro Verbrauchsgruppe im Jahr 2016 (Basis Endenergie)

Rund 46 Prozent des Endenergieverbrauchs im Kanton Basel-Stadt erfolgt im Bereich Industrie, Gewerbe, Dienstleistung (IGD), 35 Prozent im Bereich Wohnen und 19 Prozent im Bereich Mobilität (Stand 2016).

Grafik Energieverbrauch
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Energieverbrauch pro Energieträger und Verbrauchergruppe in den Jahren 2010 bis 2016 (Basis Endenergie)
  • Industrieabfälle und Klärschlamm werden im Bereich Industrie, Gewerbe, Dienstleistung energetisch verwertet.
  • Kehrichtabfälle sind in den Zahlen der Fernwärme enthalten.
  • Umweltwärme, Sonne, Holz sind im Verhältnis zu Strom und den fossilen Energien sehr gering und daher in der Abbildung kaum erkenntlich.
  • Verkehr: Der Verbrauch umfasst den Strassen- und Off-Road-Verkehr (inkl. Schifffahrt und öffentlicher Verkehr, aber ohne Flugverkehr).
  • Strom im Verkehr berücksichtigt Tram und Bahn (ohne E-Mobilität im MIV aufgrund mangelnder Datengrundlage).
  • Biogas (Brenn- und Treibstoffe) ist unter Erdgas enthalten, da die Mengen sehr gering sind.

Energieverbrauch nach Verbrauchsgruppe

Wohnen

Der Rückgang des Energieverbrauchs zwischen 2010 und 2014 im Bereich Wohnen ist primär der milden Witterung geschuldet. Das Jahr 2014 hatte rund 17 Prozent weniger Heizgradtage als das Jahr 2012. In diesem lagen die Heizgradtage wiederum um rund 12 Prozent unter jenen des Jahres 2010. 2016 lagen die Heizgradtage jedoch um 26 Prozent höher als 2014, wobei auch der Energieverbrauch anstieg.

Industrie, Gewerbe, Dienstleistung

Im Bereich Industrie, Gewerbe, Dienstleistung sank der Energieverbrauch kontinuierlich seit 2010, unabhängig vom Verlauf der Heizgradtage. Dies deutet darauf hin, dass der Verbrauch im Nichtwohnbereich durch Effizienzmassnahmen permanent gesenkt werden konnte.

Energieverbrauch nimmt ab

Der Endenergieverbrauch pro Einwohner/in lag im Jahr 2016 gegenüber dem Jahr 2010 um rund 18 Prozent tiefer. Der Verbrauch reduzierte sich von 28.8 MWh auf 23.6 MWh pro Kopf. Damit lagen die Werte jeweils unter dem schweizerischen Durchschnitt.

Weniger Heizöl

Rückläufig ist vor allem der Einsatz von Heizöl. Im Jahr 2010 wurden endverbraucherseitig über alle Sektoren 503 GWh verbraucht. Im Jahr 2016 waren es noch 258 GWh, was einem Rückgang von knapp 50 Prozent entspricht. Ein ähnliches Bild zeigt auch der Erdgasverbrauch.

Reduktion bei Wohnen und Gewerbe – kaum Reduktion bei der Mobilität

Im Jahr 2010 lag der Verbrauch gesamthaft (Wohnen und Nichtwohnen) bei 1263 GWh, sechs Jahre später bei 933 GWh, was einer Reduktion von gut 26 Prozent entspricht 9. Auch beim Strom (minus 10 Prozent) und der Fernwärme (minus 6 Prozent) sind rückläufige Werte zu verzeichnen. Im Bereich Mobilität bleibt der Treibstoffverbrauch über die vier Erhebungsjahre auf ähnlichem Niveau. Der Stromverbrauch im Verkehr sank um 13 Prozent. Grund dafür ist vor allem der Rückgang des Stromverbrauchs bei den SBB im Bahnverkehr.