3. Was macht ein Haus zum Vorbild?

Eisbär vor dem AUE-Neubau

Gebäude des Kantons

Bild von der Baustelle mit Kran und Gerüst Zoom

Auf der gegenüberliegenden Strassenseite siehst du die Baustelle des Neubaus für das Amt für Umwelt und Energie (AUE).

Begrüntes Hochhaus Bosco Verticale in Mailand Zoom

Was meinst du, sieht so vielleicht ein klimafreundliches Gebäude aus? (Bild: Zwillingstürme Bosco verticale (vertikaler Wald) in Mailand)

Sanierung der St. Jakobshalle Zoom

Fakten

Laut einer Studie von 2005 stammten damals über 80 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der kantonalen Verwaltung aus dem Gebäudebereich; heute schwingt eher der Verkehr oben aus. Jedenfalls investierte der Kanton wegen dieser Erkenntnis von 2005 seit 2008 gezielt in die energetische Sanierung von kantonalen Bauten (Bild: St. Jakobshalle, 2018).

1000 Tanklastwagen mit Heizöl Zoom

Zwischen 2008 und 2018 konnte mit diesen Massnahmen der Heizwärmebedarf von 14’000 Einfamilienhäusern eingespart werden. Das entspricht etwa 21 Mio. Litern Heizöl respektive über 1’000 Tanklastwagenfüllungen.

Zeichnung des AUE-Neubaus Zoom

Trotzdem: Das Potenzial an energetischen Sanierungsmassnahmen im kantonalen Gebäudepark ist immer noch sehr gross. Seit 2017 ist der Kanton per Energiegesetz dazu verpflichtet, eine Vorbildfunktion wahrzunehmen, nicht nur bei Gebäuden, die er selbst nutzt (Verwaltungsvermögen), sondern auch bei solchen, die er vermietet (Finanzvermögen).

Isolation eines Fensters Zoom

Für Gebäude des Kantons gelten strengere energetische Standards als für Gebäude von Privatpersonen, d.h. sie müssen u.a. besser gedämmt sein und Sonnenstrom produzieren. Bei Schulen und Gebäuden der Verwaltung darf der Glasanteil an Fassaden max. 60% betragen. Beleuchtung, Klimatisierung und Warmwasserversorgung müssen optimiert sein.

Eisbär mit Fragezeichen Zoom

Was machst du?

• Bist du für andere ein Vorbild in Sachen Klimaschutz?
• Welchen Effekt hat das?

Eisbär mit Baslerstab Zoom

Das macht Basel

… um mit den Gebäuden, die dem Kanton gehören, hinsichtlich Klimaschutz eine Vorbildfunktion wahrzunehmen:

Zeichnung des AUE-Neubaus mit Holzskelett Zoom

Ein Beispiel für ein vorbildliches Gebäude der kantonalen Verwaltung ist der Bürobau für das Amt für Umwelt und Energie, hier an der Spiegelgasse 15. Die Stützkonstruktion des Gebäudes besteht aus regionalem Fichtenholz, einem erneuerbaren Rohstoff.

Zeichnung des AUE-Neubaus mit Photovoltaik-Fassade Zoom

Die Fassade ist mit Photovoltaik-Modulen eingekleidet, die den Strom für den Betrieb des Gebäudes liefern. Die Fenstergrösse ist optimiert: klein genug, um im Sommer nicht zu viel und im Winter genügend warmes Sonnenlicht eindringen zu lassen. Das Gebäude hat keine Klimaanlage, es wird im Sommer nachts passiv ausgekühlt. Geheizt wird mit Fernwärme.

Zeichnung des AUE-Neubaus mit Recycling-Beton Zoom

Die Deckenelemente aus Holz und Recycling-Beton haben genügend Masse, um im Winter Wärme zu speichern und im Sommer die Nachtauskühlung zu unterstützen. Die Innenbeleuchtung und die Warmwasserverteilung sind auf ein Minimum reduziert. Das Gebäude trägt das Label Minergie-A-ECO.

Gebäude der Primarschule Hirzbrunnen Zoom

Natürlich ist das Bürogebäude des Amts für Umwelt und Energie nur eines von vielen vorbildlichen kantonalen Gebäuden (Bild: saniertes Primarschulhaus Hirzbrunnen).

Schwimmbad Eglisee mit gewölbter Decke Zoom

Der Kanton will den Gesamtenergieverbrauch aller kantonalen Bauten bis 2030 gegenüber 2010 um 10% senken und den Anteil erneuerbarer Energien bis 2050 auf 95% steigern – unter anderem durch den Ersatz von fossil betriebenen Heizungen, durch Dämmen der Gebäude und Optimieren der Gebäudetechnik (Bild: Gartenbad Eglisee).

Eisbär mit Ausrufezeichen Zoom

Das kannst du tun

• Es braucht Vorbilder, sie motivieren zum Nachmachen.
• Kennst du Leute, die Klimaschutzmassnahmen vorbildlich umsetzen?
• Vielleicht bist du ja selbst für andere ein Vorbild?